Erfahrung schon seit 1983
Für
Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater
Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt.
Die Klinik ist auch beihilfefähig.
RÜCKENSCHULE
Rückenintensivprogramm
Warum gibt es überhaupt eine "Rückenschule"? Was muß oder soll denn der Rücken bzw. der dazugehörende Mensch lernen, was soll die Rückenschule vermitteln?
Nach epidemiologischen Schätzungen (=auf Umfragen basierenden Schätzungen) leidet ca. 85 % der Bevölkerung westlicher Industriestaaten mind. einmal in ihrem Leben an Rückenschmerzen. In ca. 10 % werden die Schmerzen chronisch (= über mehr als 6 Monate anhaltend). 5 % werden zu schmerztherapeutischen Problemfällen. Diese 5 % der Pat. verursachen 50 % der Gesamtkosten! Für diese kleine aber äußerst kostenträchtige Gruppe gibt es derzeit in Deutschland wenig angemessene Behandlungsmöglichkeiten.
Für diese 5 % der
Rückenschmerz
-Patienten,
die mit üblichen Therapieverfahren wie Krankengymnastik und vereinzelten
Spritzentherapien mit einem
örtlichen
Betäubungsmittel nicht ausreichend behandelt werden können, gibt es in einigen
Zentren in Deutschland die Möglichkeit, an einem ambulanten oder stationären Rückenintensivprogramm
(Rückenschule) teilzunehmen.
Vorreiter in Deutschland war die Universität Göttingen, die für die ambulante Göttinger
Rückenschule (GRIP) auch einen
wissenschaftlichen Nachweis über dessen Wirksamkeit erbringen konnte.
Nahezu unverzichtbar ist bei Rückenschmerzen
die heilgymnastische Therapie, da meist nur diese geeignet ist, einen
ärztlichen Behandlungserfolg zu sichern und
längerfristig zu stabilisieren. Dabei gilt es, im Rahmen der Rückenschule
die Muskulatur neben der Wirbelsäule zu trainieren, da auf Dauer nur eine kräftige/suffiziente
Muskulatur eine statische und dynamische Schwäche des Achsenorgans kompensieren
kann.
Darüber hinaus vermittelt die Rückenschule
Informationen über
Rückenschmerzen, die Bedeutung von körperlichen Veränderungen (z.B.
"Abnutzungserscheinungen), Grundlagen des Krafttrainings, der
Körperwahrnehmung, der Körperstatik und der Anatomie sowie ein
intensives verhaltenstherapeutisches Training zum Erlernen von besseren
Strategien im Umgang mit dem Schmerz.
In unserer Rückenschule lernen die Patienten auch Entspannungsverfahren,
so die Progressive Muskelentspannung nach
Jacobsen und imaginative (=
auf Vorstellungen beruhende) Verfahren.
Ein länger anhaltender Rückenschmerz führt
immer nicht nur zu körperlichen, sondern auch zu psychischen (=seelischen)
und sozialen (=den Kontakt mit anderen Menschen betreffenden)
Beeinträchtigungen.
Auf körperlicher Ebene bestehen häufig fehlende
muskuläre Belastungsfähigkeit, zunehmende Muskelschwäche, Haltungsdefizite,
Muskelverkürzungen mit den daraus resultierenden Bewegungseinschränkungen und
eine fehlende Entspannungsfähigkeit der Muskulatur.
Die sozialen Folgen
eines chronischen Rückenschmerzes betreffen häufig sowohl das häusliche als
auch das berufliche Umfeld. Im Berufsumfeld entstehen oft vermehrte
Arbeitsausfälle, evtl. anhaltende Arbeitsunfähigkeit oder gar
Erwerbsunfähigkeit mit entsprechenden finanziellen Problemen. Im Familienkreis
kommt es auch häufig zu Spannungen oder gar handfesten Konflikten. Typisch ist
auch ein zunehmender Rückzug aus dem Freundeskreis und von sonstigen
gesellschaftlichen Aktivitäten (z.B. Theater, Vereinsleben etc.).
Sowohl
aufgrund der bestehenden Schmerzen selbst als auch aufgrund der o.g. sozialen
Folgen kommt es praktisch immer zu erheblichen Veränderungen im
seelisch-emotionellen Bereich. Neben depressiven Verstimmungen, innerer
Unruhe, vermehrter Reizbarkeit, gesteigerter Selbstunsicherheit und dem Gefühl,
nicht verstanden und angenommen zu werden,. Stellen sich häufig auch
Schlafstörungen ein.
Das Schmerzt herapiezent rum Bad Mergen theim bietet eine stationäre Rückenschule an, die, in Erweiterung der sonst üblichen Therapieformen, auch intensive ärztliche Interventionen in Form der therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) beinhaltet. Die diesbezüglichen Therapiemöglichkeiten sind ausführlich auf der Webseite www.rueckenschmerzen-behandlung.de beschrieben.
Unser Rückenintensivprogramm (Rückenschule) ist im Gegensatz zu ambulanten Entsprechungen aufgrund der engen ärztlichen Betreuung und der Möglichkeit einer intensiven begleitenden Schmerztherapie, auch für anfangs stark durch Schmerzen eingeschränkte Patienten offen.
Das Bundesministerium für Gesundheit teilt auf der Web-Seite der Bundesregierung mit, dass alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre REHA-Klink sogar selbst aussuchen dürfen. Lesen Sie dazu auch einen Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05 und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)). Das Wahlrecht (gilt auch für Anschlußheilbehandlungen) betrifft nach §9 Sozialgesetzbuch IX nicht nur Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen, sondern alle gesetzliche Rehabilitationsträger, also auch Rentenversicherungen oder Unfallversicherungen. Die deutsche Gesellschaft für medizinische Rehabilitation hat dazu eine informative Broschüre herausgegeben: http://www.degemed.de/pdf/Klinik_nach_Wunsch.pdf.
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Aktualisiert: >17.06.2009</> kusb&
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